Das Reformationsjubiläum haben wir zum Anlass für ein buntes Familienfest in unserer Pressbaumer Kirche genommen. Schon beim Gottesdienst war unsere Kirche mit über 100 Gästen fast mehr als voll. Pfarrer Dietmar Kreuz predigte über Luthers standhafte und aufrechte Haltung vor dem Reichstag zu Worms.

Mit dem Bibelmobil auf Rallye durchs Familienfest

Die Hüpfburg bricht fast zusammen

Im Anschluss startete Benjamin Pölzleitner vom Bibelmobil mit uns eine Spiel- und Rätselrally, die es in sich hatte: Während die Erwachsenen versuchten Bibeltexte mit Wörterbuch und Schrifthilfen aus dem Griechischen zu übersetzen, starteten die Kinder mit einer Schnitzeljagd durch, die schließlich mit dem Bau einer Kugelbahn endete.

Das Bibelmobil bot am Schulhof der Mittelschule gegenüber einen Millionenshow-Quiz zum Thema Bibelwissen und viele lustige Spielgeräte zum Ausprobieren. Im Pfarrgarten brach derweil eine Hüpfburg unter dem Gejohle einer tobenden Kinderschar fast zusammen. Wem dass zu umtriebig war, der gesellte sich zu Margrit Springer in die Kirche zum Basteln und genoss die Möglichkeiten, hier etwas ganz neues zu schaffen.

Eher Brunch statt Kirchenkaffee

Sensationell war wieder einmal, was unsere Gemeindemitglieder alles für ein Buffet zusammen getragen haben. Es war nicht nur viel, sondern sehr vielfältig und köstlich. Bis in den Nachmittag genossen wir die Stärkung zwischendurch. Leider war das Wetter eher so, dass man sich dabei lieber in das Festzelt der Feuerwehr Rekawinkel oder in unser Pfarrhaus zurückzog. An der Stimmung änderte das glücklicherweise nichts, so dass doch ein reges Treiben zwischen den Stationen herrschte.

Luther als Liedkomponist und im Rampenlicht

Kleider aus der Zeit Luthers schmückten unseren Kirchraum und schufen eigenartiger Weise eine Atmosphäre einer Zeitreise. Angelika Matousek hatte sie einst einmal in faszinierender Liebe zum Detail und zu schönen Farben erstellt und uns zur Verfügung gestellt.

Dazu passte, dass Klaus Hackländer uns zu einer musikalischen Reise in die frühe Zeit der Gemeindelieder einlud. Erst mit Luther (und gerade auch durch Luther) begann eine Zeit, in der die Gemeinde selbst zum Singen von Lieder im Gottesdienst eingeladen wurde. Viele Lieder wurden dann auch gerne von der Gemeinde als Protest gegen die Obrigkeit genutzt, was letztendlich ja bis in unsere Zeit Tradition hat. Leicht taten wir uns aber mit den Liedern, die Luther selbst komponiert hatte nicht. Irgendwie sind Melodie und Rhythmus von Liedern dieser Zeit uns doch etwas fremd. Alles sicher nur eine Frage des Übens, denn es gelang uns den Klassiker „Eine fest Burg ist unser Gott“ auf anhieb in der Gemeinschaft zu singen.

Benjamin Pötzleitner beschloss die Rallye mit einem kleinen Vortrag über die Licht und Schattenseiten von Luther im Rampenlicht und der Gnade Gottes auch uns gegenüber, die ja auch so manchen Schatten neben dem Licht werfen, wenn wir im Alltag ins Rampenlicht gestellt werden.

Insgesamt ein toller Erfolg

Es wäre sicher noch viel zu Erzählen, z. B. über das Gespräch zum Thema „Ängste Freund“ oder die Ausstellung zu Luthers Wirken in der Kirche. Insgesamt kann man sagen, dass dieses Fest die Gemeinde wieder einmal fröhlich zusammen gebracht hat. Ein großer Dank an alle, die zum Gelingen tatkräftig beigetragen haben!



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